Wein-Lexikon


Abgang
Oft spricht man beim Verkosten von Wein vom Abgang, vor allem Weinexperten nutzen diesen Begriff bei der Weinprobe, um den jeweiligen Wein zu beschreiben. Um den Begriff Abgang einfach zu umschreiben könnte man ihn am ehesten mit dem Nachgeschmack am Gaumen vergleichen. Der Begriff „Abgang“ wird sowohl beim Essen, aber vor allem beim Wein trinken genutzt und lässt auf die Qualität des Weines schließen. Unter Sommeliers wird er aber immer seltener genutzt, da er sich eher negativ anhört, sodass diese beim Wein probieren eher die Begriffe „Nachhall“ oder „Finale“ nutzen.

Alkoholgehalt
Der Alkoholgehalt ist ein wichtiger Faktor für den Moselwein und natürlich für Wein im Allgemeinen, denn ohne Alkohol könnte man nicht von Wein sprechen. Grundvoraussetzung für den Alkohol im Wein ist der Zucker, welcher sich im Laufe des Reifeprozesses des Moselweins zu Alkohol umwandelt. Neben dem Effekt, dass der Alkohol im Wein bei zu hohem Konsum die Sinne benebelt, trägt er zusätzlich zu der Qualität der Weine bei, da er als Geschmacksträger gilt. Zusätzlich mildert er die Säure im Wein und macht die Moselweine sehr bekömmlich. Dies gilt sowohl für den Weißwein als auch für den Rotwein.

Anbaugebiet
Wo kommt der Wein den ich hier trinke eigentlich her? Die Antwort darauf finden Sie bestimmt auf dem Etikett Ihrer Weinflasche, denn dort ist neben dem Herkunftsland meist auch das Anbaugebiet, in welchem der Wein hergestellt wurde, angegeben. Das Weinanbaugebiet gibt Aufschluss darüber, wo die Weintrauben gewachsen sind und zu Wein verarbeitet wurden. In Deutschland gibt es 13 verschiedene Weinanbaugebiete, die insgesamt eine Ertragsrebfläche von rund 100.000 ha umfassen. Das kleinste Weinanbaugebiet ist die für ihre Rotweine bekannte Ahr mit 560 ha wohingegen sich das mit 26.000 ha größte Weinanbaugebiet in Rheinhessen befindet. Die Mosel gehört zum Weinanbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer und umfasst 8.800 ha. Zudem ist das Weinanbaugebiet Mosel die älteste Weinregion Deutschlands.

Auslese
Ein Wein, welcher mit dem Begriff „Auslese“ betitelt ist, klingt schon von Vornherein besonders und das ist er auch. Denn Qualitätsweine, die als Auslese bezeichnet sind, entsprechen hohen Qualitätsanforderungen und definieren sich über das Mostgewicht des Weins. Mit Bezug auf die Einstufung der Weine, befindet sich die Qualitätsstufe Auslese zwischen der Spätlese und der Beerenauslese und muss ein Mostgewicht von mindestens 95 Grad Oechsle erreichen. Spricht man also bei einem Moselwein von zum Beispiel einer Riesling Auslese, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Wein von der Mosel den oben genannten Anforderungen entspricht und zudem aus Weintrauben entstanden ist, die nur an der Mosel gewachsen sind. Denn dies ist eine weitere Anforderung an Weine, die als Auslese bezeichnet werden dürfen und wird durch eine amtliche Prüfung sichergestellt. Zum Geschmack der Weine, die als Auslese bezeichnet, sind ist zu sagen, dass der Wein meist süß und fruchtig ist und zudem einen vergleichsweise geringen Alkoholgehalt aufweist.

Barrique
Das Wort „barrique“ stammt aus dem französischen und ist der Name eines Weinfasses aus Eichenholz, welches ursprünglich ein Volumen von 225 Litern umfasste, heute jedoch auch größere Volumina aufweisen kann. In Frankreich entstand es für die Weinherstellung des Bordeaux-Weines, heute wird es jedoch in verschiedensten Weinanbaugebieten und auch für verschiedene Rebsorten verwendet. Zudem dient es nicht mehr lediglich für die Rotwein-Herstellung, denn auch Weißweine reifen mittlerweile in diesen Fässern, wobei man sagen muss, dass nicht jede Weinsorte für eine solche Verarbeitung geeignet ist.
Die Lagerung der Weine in einem solchen Fass beeinflusst sowohl die Farbe des Weines als auch vor allem Geschmack und verleiht ihm ein starkes Aroma. Zudem sind diese Weine oftmals schwer und sehr kräftig. Wenn man einen Wein, sei es Rotwein oder Weißwein, der im Barriquefass gereift ist, probiert, wird man ohne große Weinfachkenntnisse herausschmecken, dass es sich um ein im Eichenfass gelagerter Wein handelt, da dieser ganz besonders schmeckt und sich von Weinen, die in herkömmlichen Fässern oder Tanks gelagert wurden, stark absetzt.

Beerenauslese
Die Beerenauslese erreicht in dem Ranking der Qualitätsstufen im Wein den zweiten Platz und gehört nach der Trockenbeerenauslese laut Einstufung zu den hochwertigsten Weinen. Auch die Beerenauslese definiert sich neben verschiedensten Kriterien vor allem über das Mostgewicht. Damit ein Wein diese Bezeichnung tragen darf, muss er mindestens ein Mostgewicht von 125 Grad Oechsle aufweisen. Dies gilt sowohl für den Weißwein als auch für den Rotwein
Die Trauben, die für die Herstellung einer Beerenauslese genutzt werden, sind sehr reif und schon von Edelfäule befallen. Eine Leihe würde sagen, dass diese Weintrauben schon ungenießbar wären, doch für die Herstellung von Wein sind diese absolut hochwertig und weisen einen hohen Zuckeranteil auf. Nur so kann der Wein solch ein hohes Mostgewicht erreichen und die Qualitätseinstufung „Beerenauslese“ erhalten.

Bukett
Es gibt verschiedene Ansätze einen Wein mit Worten zu beschreiben. So umschreibt das Bukett den Geruch des Weines im Weinglas. Sobald der Wein nach dem Schwenken im Glas seinen Geruch voll entfalten konnte, können verschiedenste Aromen gerochen werden, die zusätzlich auch den Geschmack beeinflussen. Um den Wein also voll erleben zu können, sollte man an ihm riechen und nicht nur vor oder nach dem Trinken, sondern auch währenddessen. Atmen Sie beim Trinken über die Nase ein und erleben Sie das Zusammenspiel von Geruchs- und Geschmacksnerven.

Refraktometer
Mit diesem kleinen handlichen Gerät kann der Winzer bereits im Weinberg den Zuckerhalt der Weintrauben messen. Er gibt einen kleinen Spritzer Saft aus einer Traubenbeere auf die glatte Fläche des Refraktometers. Dann schaut er durch, ähnlich wie bei einem Fernrohr und sieht eine Skala sowie ein Quecksilberstreifen, der sich in dieser Skala bewegt. Das Quecksilber zeigt dann auf der Skala an wie hoch die Zuckerkonzentration des Mostes ist. Dies ist ein wichtiger Messprozess für die Herstellung des Moselweins.

Hochgewächs
Diese Bezeichnung können nur Riesling-Weine tragen, die die Qualitätsstufe QbA aufweisen. Hier wird bereits bei der Weinlese auf eine höhere Qualität für den Moselwein hingearbeitet. Denn bei der Qualitätsprüfung des Weins für die amtliche Prüfnummer, muss der Moselwein mindestens 3,0 Punkte erzielen, erst dann darf er die Bezeichnung Hochgewächs tragen. Erreicht er diese Punktzahl nicht, bleibt es für den Wein bei der Bezeichnung QbA.

Most
Beim Keltern der Weintauben wird Saft gewonnen. Diesen nennt man Most. Er ist der Ausgansstoff für die Wein- und Sektbereitung oder für Taubensaft. Er entsteht bei der Kelterung von weißen und roten Trauben. Erst mit dem Einsetzen der Gärung und dem entstehen von Alkohol wird aus dem Most Wein.

Grad Öchsel
Dies ist die Maßeinheit für den Zuckergehalt des Traubenmostes.

Traubenblüte
Die Blüten der Trauben sind weiß und sehr unscheinbar. Sie brauchen auch keine Bienen auf sich aufmerksam zu machen, da sie 2 geschlechtlich sind und sich selbst befruchten. Dazu brauchen sie warme Temperaturen und Sonnenschein.

Gärung
Dabei wird die Süße des Mostes durch Hefe zu Alkohol umgewandelt. Dies nennt man alkoholische Gärung.

Weinlese
Die Weintrauben werden geerntet. Die Trauben werden mit kleinen Gartenscheren abgeschnitten und in breitstehende Kisten gelegt.